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Montag, 30. November 2009

Weltbürgertum

Bist du schon Weltbürger oder noch ...

Du bist Weltbürger, ob dir dies je bewußt wurde oder nicht. Die Menschen, die aufgrund ihres überlegenen Verstandes das Schicksal dieses Planeten lenken, soweit es in ihrer Kraft liegt, sind zur Zusammenarbeit gezwungen, denn das "Raumschiff Erde" verzeiht nicht unendlich Sünden die gegen die Natur gerichtet sind. Wenn die Menschheit überleben will und das ist unzweifelhaft der Fall, sind alle zur Zusammenarbeit und Versöhnung aufgerufen - und es ist eine geschichtliche Aufgabe aller Menschen in allen Staaten die Parameter, um das Überleben aller zu sichern, so einzustellen, dass Natur, die Umwelt und Tierwelt nicht kollabieren, dass Nahrungsmangel in Entwicklungsländern kein Problem mehr darstellt, dass Krieg nur mehr als ein historisches Relikt aus barbarischen Zeiten angesehen wird.

Wenn die Grundlagen der Nahrungsgewinnung zerstört sind, die Weltmeere leergefischt, die tropischen Regenwälder verschwunden sind, die tiefliegenden Küstengebiete überflutet sein werden, weil Nord- und Südpol kein Eis mehr aufweisen, dann, Mensch, wirst du schmerzlich erkennen, dass du nicht ganz so intelligent warst, wie du vorgegeben hast zu sein. Denn wer sein eigenes Überlebenspotenzial derart reduziert, dass das Sterben überhand nimmt, kann nicht behaupten, mit genügend Verstand ausgestattet gewesen zu sein um am Leben zu bleiben!

Die gegenseitige Zerfleischung in Grabenkämpfen wird zweifellos in den Untergang führen. Deshalb kann nur Vertrauen, Versöhnung und Zusammenarbeit der Ausweg sein, der alle voranbringen wird - voranbringen zu einer Welt, die für alle lebenswert sein können wird.

Kriminelle, solche, deren "Geschäft" es ist Schaden anzurichten, Streit zu forcieren, solche, die Hass, Neid und Hetze schüren, denen sollte man klar Einhalt gebieten, denn die sind es, die nur Chaos, Verwirrung und Niedergang schüren. Es ist eine Entscheidung zwischen Untergang und Überleben - und wie gut alle Menschen letztlich überleben werden ist eine Frage, wie gut man Zusammenarbeiten wird. Und - denken wir an unsere eigenen Kinder, an unsere Enkel, hatten wir nicht alle immer den inständigen Wunsch sie mögen ein besseres Leben erleben können?

Sonntag, 29. November 2009

Auf den Katalaunischen Feldern

Wenn das Licht des Tages schwindet
und das Abendrot verblasst,
östlich von Orleans
das Geisterheer erwacht.

Auf den Katalaunischen Feldern
hörst du noch heute jede Nacht
an jenem gruseligen schaurigen Ort
das Kampfgetöse dieser Schlacht.

...

Gerade hab ich Dostojewskis Roman, Der Jüngling, zuende gelesen. Übrigens, der Ausdruck: Fakten, Fakten, Fakten, den die Zeitschrift Focus als Werbung verwendet, stammt von Dostojewski. Nur nebenbei gesagt. Dieses Werk - ich schreibe extra Werk und nicht Roman, weil in ihm gesellschaftliche Zustände von elementarer Aktualität Thema sind - ist ein zeitloser Spiegel.

Man könnte sagen, na ja, was kann uns dieser Autor heute noch mitteilen. Mancher wird vielleicht denken, dass es doch alles alter Plunder sein muss. Nichts dergleichen! Weit gefehlt! Was in diesem Werk vorkommt ist brandaktuell, sozusagen ziemlich heiße Ware, jawohl!

Sicherlich war es schwierig das Buch zu lesen; meinen Sie? Och nö, keineswegs. Gerade weil es leicht und gut zu lesen ist mag ich den Autor; gerade deshalb.

Ein Werk für heutige Singles und nicht nur für die. Einfach ein Muss!

Mann, warum nur bist du allein? Weil allein zu Schweigen nicht ganz so grotesk ist wie dies zu zweit zu tun? Weil das Austauschen von leeren Worthülsen und nichtssagendem Gerede auf den Geist geht? Weil eine Familie haben gerade sehr unmodern ist?

Natürlich geht es im 'Jüngling' auch um die Liebe und noch einiges andere mehr ...

Freitag, 27. November 2009

...

Du bist die Zukunft, großes Morgenrot über den Ebenen der Ewigkeit.
Aus ihnen kommt mir Wissen, daß ich Raum zu einem zweiten, zeitlos breiten Leben habe.


Rainer Maria Rilke

Aus: Das Stundenbuch

Gelesen auf der Webseite: www.aphorismen.de

Dienstag, 24. November 2009

Nur Nebenwirkungen sonst nichts!

n-tv meldet, dass Tabletten gegen Depression wirkungslos sind, wie sich in einer britischen Studie herausgestellt hat.

Zur Zeit wird im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums der Nutzen medizinischer Leistungen untersucht, was dazu führen kann, dass Medikamente aus dem Leistungskatalog der Krankenassen gestrichen werden.

Bereits 2008 hat eine britische Studie ergeben, dass viele Antidepressiva bei den meisten Patienten kaum eine Wirkung haben.

Sehr schön, dass den Pharmafirmen endlich vom Gesetzgeber Einhalt geboten wird weiterhin mit nutzlosen Pillen, die zudem schwere Nebenwirkungen haben (Die die inneren Organe schädigen), Geschäfte zum Schaden der Hilfesuchenden zu machen!

Psychopharmazeutischen Pillen, die sowieso nur körperliche Zustände ändern und damit nichts, aber auch nicht den kleinsten Einfluss auf geistige Probleme haben, erzeugen lediglich chaotische Zustände im Hormon- und Körperflüssigkeitshaushalt - bringen den aus dem Gleichgewicht.

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass Gefühlszustände wie Niedergeschlagenheit, ihre Ursache in Lebensproblemen oder Ereignissen im Leben, bei denen jemand seine Ziele nicht erreichen konnte, haben.

Es ist einfach eine Sache der Vernunft also, einzusehen, dass Pillen überhaupt keine Heilungschancen bieten können, weil die Ursachen keinesfalls als körperliche Krankheit eingestuft werden können.

Deprimiertheit rührt daher, dass jemand zuviele und zu schwere Niederlagen im Leben erlitten hat, die ihn gleichsam in einen hoffnungslosen, apathischen Zustand versetzt haben.

Montag, 23. November 2009

Jetzt im ZDF:

Film: The Sixth Sense

Toller Film. Nicht verpassen!

Cole: "Wie wollen Sie mir helfen, wenn Sie mir nicht glauben?"

Die entscheidende Frage in dem Film. Sie könnte an jeden Therapeuten gerichtet sein - ganz gleich welche Art von Therapie es auch immer ist.

Wenn sie nicht glauben was gesagt wurde, dann haben Sie auf der ganzen Linie verloren.

Samstag, 21. November 2009

...

Aus dem Roman Der Jüngling, von Fodor Michailowitsch Dostojewski:

"Es gibt schmerzhafte Erinnerungen, die uns wirklichen, körperlichen Schmerz verursachen; fast jeder Mensch hat solche Erinnerungen, nur vergessen die Menschen sie gewöhnlich. Aber dann geschieht es bisweilen, dass sie ihnen plötzlich wieder einfallen, wenn es auch nur irgendein kleiner Zug ist, der ihnen einfällt, und dann können sie die Erinnerungen nicht mehr abschütteln."

... auch wenn bestritten wird, dass die Erinnerungen sich abschütteln lassen ... es kann dennoch getan werden.

Donnerstag, 19. November 2009

...

Bei Mitteln gegen Depressionen muss man mit folgenden Nebenwirkungen rechnen: Schläfrigkeit, Erschöpfung, Benommenheit und Angstgefühle.

Eine Frechheit, dass solche Mittel als Arzneien bezeichnet und zugelassen werden.

Mittwoch, 18. November 2009

Marktschreierischer Artikel

bei Zeit-online über Seele und Hirn.

Da wird Plato zitiert und die Ansichten des Neurologen Sturm, die sich schon in den ersten fünf Sätzen gegenseitig widersprechen und ausschließen, um dann in einem Resümee hinauszuposaunen: Die Psyche oder Seele sei nichts weiter als chemische und elektrische Aktivität im Hirn. Ganz am Ende werden dann die unglaublichsten Behauptungen aufgestellt. Der Neurologe Sturm könne schon morgen durch eine Gehirnoperation die Intelligenz eines Menschen steigern.

Einen solchen allgemein gehaltenen, arroganten und dreisten Artikel habe ich noch selten gelesen. Das ist bloße Schaumschlägerei, entbehrt jeder Logik und Grundlage. - Vielleicht sollte der Herr Sturm oder der Autor des Artikels sich mal schnell einer solchen Hirnoperation unterziehen, dann würden die zwei nämlich merken, dass ihre kruden Ideen absurde Luftschlösser sind - wenn sie dann noch was merken. *Lach

Et si omnes, ego non. Auch wenn alle es so machen, ich nicht.

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