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Donnerstag, 8. Januar 2009

Ich mag Dresden, aber ...

Grad les ich ja das 972-Seitenbuch: Der Turm, geschrieben von einem Dresdner. Bin nun auf Seite 366 angekommen und mal wieder zwingt mich was, hier darüber meinen Senf abzulassen.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt über das Buch: "Ein Meisterwerk: ... Wenn in Zukunft einer wissen will, wie es denn wirklich gewesen ist in der späten DDR, sollte man ihm rasch und entschlossen den neuen Roman von Uwe Tellkamp in die Hand drücken."

Ich wollte es wissen, wie es denn in der späten DDR war, weil, ich habe einige befragt die nach der Wiedervereinigung im Westen dann gelebt und gearbeitet haben. Doch Antworten habe ich fast gar nicht bekommen von jenen. Ich hatte immer das Gefühl sie hatten eine tiefsitzende Angst irgendwie was Falsches zu erzählen. Daher lese ich nun jenes Buch um Antworten zu bekommen.

"Atemberaubend", mit diesem einzigen Ausdruck beschreibt Elmar Krekeler das Buch. Literarische Welt.

"Mehr gewagt hat seit Jahren kein deutscher Autor mehr", sagt Andreas Platthaus von der FAZ.

Und hier nun mein bisheriger Eindruck: Eine in Teilen angenehme Erzählung, aber anscheinend gehen dem Autor ab und zu die Pferde durch und dann folgen seitenlange Aufzählungen, die als stilistisches Mittel eingesetzt sind, aber einem das Lesevergnügen vermiesen können. Sie wirken zerrissen, sprunghaft, wild und ja, sie sind wie eine Trümmerlandschaft, die die ganze Geschichte ausbomben.

Was ist Liebe?

Was ist Liebe? Das wissen die die da draußen herumrennen jeder auf seine Weise. Oder sie wissen es auch nicht, weil sie sich noch niemals Gedanken gemacht haben was es ist. Ich habe mir Gedanken gemacht, aber es hat mir so gar nichts genützt! Nein, absolut nicht! So kann ich nur mit einem Versuch einer Beschreibung, was Liebe sein könnte, aufwarten.
Es ist etwas, was nicht sehr Zutage tritt. Sie ist da. Einfach nur da. Ihre Anwesenheit blitzt in kurzen Momenten auf und daran kann man sie erkennen. Außenstehende, die diese Momente mitbekommen, begreifen sofort worum es sich handelt und auf ihren Gesichtern liest man deshalb wissendes Verstehen ab, das gepaart mit einem breiten Grinsen bezeugt: Ich weiß, ihr seid Liebende!

Et si omnes, ego non. Auch wenn alle es so machen, ich nicht.

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