Romananfang: Die gute alte Zeit der Bonner Republik
Klaas Huntemeer stand von der Parkbank auf. Er rief Chico, seinen Mischlingshund, der heute ungewöhnlich gehorsam war, leinte ihn an und wandte sich in Richtung des Strandschlosses. Ihm entgegen kamen zwei junge Mädchen, die an Gesangsübungen feilten, aber still wurden als er sich mit Chico näherte. Klaas beschloss, diese beiden vollkommen zu ignorieren und sah stur geradeaus. Beim Näherkommen ritt ihn der Schalk. Er verdrehte seine Augen so, dass sie ganz furchtbar schielten. Die Mädchen linsten unauffällig zu ihm hinüber und als sie an ihm vorüber waren, hörte er ein unterdrücktes Glucksen, das sich, als er sich nun weiter entfernt hatte, zu einem albernen Lachanfall ausweitete. Klaas blieb stehen, drehte sich um und grinste breit. Chico ging noch ein paar Schritte weiter, setzte sich dann unaufgefordert, hob den Kopf, als auch seine rechte Pfote und stieß einen klagenden Laut aus. Klaas bückte sich zu Chico hinab, ergriff seine Pfote, was zur Folge hatte, dass Chico nun ein dem Wolfsgeheul ähnliches, aber klägliches Jaulen mit stimmbruchartigen Tonfolgen hören ließ. Die Mädchen waren stehen geblieben. Ihr Lachen war in der Versenkung der Vergangenheit verschwunden. Sie sahen sich an, wobei sie sich darüber verständigten, dass jener leidenden Kreatur, die so ungeheuer hilflos wirkte, auf der Stelle zu helfen sei. Mit raschen Schritten näherten sie sich. Chico sah ihnen entgegen. Er setzte seine Pfote für einen ganz kurzen Moment ab, um sie sofort wieder anzuheben. Sein Mitleid heischender Blick, der zwischen Klaas und den beiden jungen Mädchen hin und her ging, die inzwischen herangekommen waren, war wirklich zum Steinerweichen. Chico rülpste. Klaas, mit gespielter Empörung, sagte: “Ferkel, Chico!”. Sophie nahm ihren breitkrempigen, hellgelben Sommerhut ab, legte ihn ins Gras und streichelte Chico, der seine rechte Pfote anhob und anhob um zu unterstreichen, dass mit ihr etwas nicht stimme. “Er hat sich was eingetreten”, lautete Sophies Diagnose. Amelie reichte, in weiser Voraussicht, dass hier eine Operation anstehen würde, Sophie ein weißes Taschentuch zu. “Sehen Sie,” - “Klaas, ich heiße Klaas,”, unterbrach er Sophie. “Er hat sich einen Dorn eingetreten. Hier ist er.” Sie fasste den Dorn, zog ihn mit einem Ruck heraus, nahm das bereitliegende Taschentuch um das austretende Blut zu stillen, legte es um die Pfote herum und verknotete die Taschentuchenden zum Schluss. Chico gab einige für einen Hund unübliche Laute von sich. Er seufzte.
Klaas bedankte sich. “Na Chico, da hast du aber großes Glück gehabt, dass sich solche hübschen, rettenden Engel um dich gekümmert haben, nicht wahr?”, sagte Klaas und wandte sich dann den beiden Mädchen zu. “Amelie, sieh mal, es ist ein zweites medizinisches Wunder passiert. Sein Silberblick ist verschwunden!” Klaas verzog seinen Mund zu dem typischen Grinsen, von dem er genau wusste, dass es beim anderen Geschlecht so enorm gut ankam. “Amelie und Sophie, sollten wir sie nicht zu einem Kaffee oder einem Eis einladen?”, wandte er sich seinem Hund zu. Chico musste niesen, was Klaas als bejahende Antwort verstand. Er sah die beiden Mädel an und nickte dazu, um ihre Zustimmung zu dieser Einladung zu bekommen.
Amelie rollte mit den Augen, so als wenn sie damit sagen wollte, dass das ja mal wieder typisch ist. Sophie aber kraulte Chico hinter seinen Ohren und sagte: “Wir nehmen an, Klaas Silberblick.”
Klaas bedankte sich. “Na Chico, da hast du aber großes Glück gehabt, dass sich solche hübschen, rettenden Engel um dich gekümmert haben, nicht wahr?”, sagte Klaas und wandte sich dann den beiden Mädchen zu. “Amelie, sieh mal, es ist ein zweites medizinisches Wunder passiert. Sein Silberblick ist verschwunden!” Klaas verzog seinen Mund zu dem typischen Grinsen, von dem er genau wusste, dass es beim anderen Geschlecht so enorm gut ankam. “Amelie und Sophie, sollten wir sie nicht zu einem Kaffee oder einem Eis einladen?”, wandte er sich seinem Hund zu. Chico musste niesen, was Klaas als bejahende Antwort verstand. Er sah die beiden Mädel an und nickte dazu, um ihre Zustimmung zu dieser Einladung zu bekommen.
Amelie rollte mit den Augen, so als wenn sie damit sagen wollte, dass das ja mal wieder typisch ist. Sophie aber kraulte Chico hinter seinen Ohren und sagte: “Wir nehmen an, Klaas Silberblick.”
WolfgangGL - 13. Jan, 19:04
