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Was Worte verbergen

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Was sind Kamellen?

Die Redewendung: "Das sind doch alte/olle Kamellen!", drückt aus, dass es sich um altbekannte und daher wertlose Tatsachen, um alte Geschichten handelt. Was aber ist mit Kamellen gemeint?

Man kann leicht denken, dass es sich um Karamellbonbons handeln würde, Kamelle, wie sie im Rheinland genannt werden. Stimmt aber nicht. Mit Kamellen ist überalterte getrocknete Kamille, die Aroma und Heilkraft verloren hat, gemeint.

Kamillenbad: Bei Erkältungen genommenes, aus einem Aufguss* aus getrockneten Kamillenblüten bereitetes Dampfbad.

*Aufguss: Flüssigkeit aus mit siedendem Wasser übergossenen Pflanzenteilen.

Dienstag, 29. September 2009

Nomen est Omen

Was bedeutet der Nachname: Hauschild? Hat er überhaupt eine Bedeutung? Jawohl, hat er!

Der Name 'Hauschild' leitet sich von diesem Satz ab: “Ich zerhaue den Schild.”

Hauschild wurde jemand genannt der ein Haudegen war, ein angriffslustiger, streitbarer Mensch.

Der Name: Hauschild, gehört zu den Namen die mitteilen welches persönliche Merkmal, ein Nach- oder auch Vorteil, wie Aussehen, Charakter, Verhaltensweise, usw., der erste Träger des Namens hatte. Beispielnamen: Fröhlich, Jung oder Ernst.

(Quelle: Duden, Herkunft und Bedeutung von Familiennamen.)

Freitag, 20. Februar 2009

Karneval

Die karnevalistischen Anfänge reichen bis in die Römerzeit zurück, in der während des "Fest der Saturnalien" bereits Masken- und Kostümzüge veranstaltet wurden, bei denen sich jeder "auf das Lächerlichste verkleiden" sollte und Herren ihre Sklaven bedienten. Hierbei wurde auch ein festlich geschmückter Schiffswagen mitgeführt, der "carrus navalis": Aus diesem Begriff leitete sich dann das Wort Karneval ab, nicht aus dem lateinischen "carne vale" (Fleisch lebe wohl), wie oft vermutet worden ist.

Fest der Saturnalien: Ausgelassenes Fest zu Ehren des römischen Gottes Saturn (Gott der Aussaat), das am 17. Dezember gefeiert wurde.

Samstag, 3. Januar 2009

Ein Buch aufschlagen

Wenn man ein Ei am Rand einer Schüssel, eines Tellers, oder am Pfannenrand aufschlägt, so ist das Wort: Aufschlagen, hierfür zutreffend.

Aber ein Buch aufschlagen? Wieso denn das?

Die Buchvorder- und Rückseiten früherer Jahrhunderte bestanden aus Holz und das Buch wurde mit zwei metallenen Bügeln verschlossen. Da die Bücher meist in unbeheizten Räumen lagen, haben die Buchseiten die Feuchtigkeit der Umgebungsluft aufgenommen und so ihr Volumen vergrößert, so dass die metallenen Bügel stark gespannt waren und nicht mehr mit der Hand geöffnet werden konnten.
Man musste mit einem Hammer oder auch nur mit der Faust auf den hölzernen Buchdeckel schlagen, um den oder die Bügel lösen zu können. Daher stammt: Ein Buch aufschlagen.

Et si omnes, ego non. Auch wenn alle es so machen, ich nicht.

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